Freiheit beginnt nicht im Außen – sie beginnt im Kopf.
Doch je älter ich werde, desto stärker merke ich: Diese Freiheit entsteht nicht plötzlich mit 18, 25 oder 33. Sie entsteht viel früher. In der Kindheit. In Momenten, die uns prägen, lange bevor wir bewusst darüber nachdenken.
Und genau darüber möchte ich heute schreiben.
Was Freiheit wirklich bedeutet
Freiheit heißt: Selbstständig Entscheidungen treffen.
Freiheit heißt: Fehler Willkommen heißen.
Freiheit heißt: Eigene Ideen umsetzen.
Freiheit heißt: Wachstum statt Sicherheit.
Die meisten Menschen denken das Leben linear:
Kindheit → Schule → Ausbildung/Studium → Arbeiten → Rente: eine festgelegte Reihenfolge mit Einleitung, Hauptteil und Schluss – wie der sorgfältig strukturierte Aufsatz im Deutschunterricht.
Wer Sicherheit will, geht so am besten durch das Leben. Bloß keine Fehler machen!
Wer aber Wachstum will – und ich bin der Meinung, das sollten wir alle – der muss die Perspektive ändern.
Echtes Wachstum passiert nämlich nicht linear. Erst passiert ganz lange nix und dann ganz viel aufeinmal. #exponentiell
Das gilt für Unternehmen und genauso auch für die persönliche Entwicklung.
Kinder brauchen Räume, in denen Freiheit wachsen darf
Wir leben in einer Welt, die Strukturen braucht – bei der Erdüber(be)völkerung ist das ist unbestreitbar.
Nur leider lassen diese Strukturen wenig Spielraum für Individualität. Sie formen Menschen, die funktionieren sollen, nicht Menschen, die mutig, neugierig oder kreativ sind.
„Für Freigeister haben wir hier keinen Platz!“, höre ich schon den Personaler jaulen. #adhs #antidepressiva #abindiereihe
In unserer Zeit werden Kinder bereits sehr früh mit Regeln und Normen konfrontiert:
- So malt man richtig.
- So verhält man sich.
- So kleidet man sich.
- SO sollte man sein.
„Na und? Wo ist das Problem?“, fragen Sie jetzt vielleicht.
Naja … wenn Kinder erst einmal lernen, dass es ein Richtig und ein Falsch gibt, verlieren sie den Mut, eigene Wege zu gehen. Dabei brauchen sie genau das im späteren Leben: Mut, Neugier und Selbstvertrauen = die Fähigkeit, Dinge anders zu machen.
Kreative Kinder werden mutige Erwachsene
Es gibt einen Grund, warum Psychologen die Jahre zwischen 3 und 8 als die prägendsten bezeichnen.
In dieser Zeit entsteht das Fundament für:
- Problemlösungskompetenz
- Selbstbewusstsein
- emotionale Stabilität
- Frustrationstoleranz
- und vor allem: Eigenständiges Denken
Aber auch Kindheitstraumata bilden sich in dieser jungen Lebensphase.
Kinder, die im Alter von 3 bis 8 Jahren kreativ gefördert werden, nehmen diese Fähigkeit mit ins Erwachsenenleben – und Kreativität ist an dieser Stelle vielleicht nur das Malen eines Bildes, aber später entwickelt sich daraus eventuell folgender Gedankengang:
- Was wäre eine alternative Lösung für dieses Problem?
- Was wäre eine Lösung, die niemand erwartet?
- Was wäre, wenn ich das jetzt einfach mache? Und wenn es nicht klappt, überlege ich mir halt was neues!
Genau das ist später die Grundlage für Freiheit.
Warum so viele Erwachsene den Mut zur Freiheit verlieren
Vielleicht kennen Sie das selbst:
Man wächst auf und ist noch voller kindlicher Naivität, aber umso älter man wird, umso mehr wird man „realistisch“ … man passt sich an. Man funktioniert. Man lebt so, wie man es eben macht. #dermassehinterher #eyowasgeht #allegleich #kopie
Und irgendwann, leider meistens viel zu spät im Leben, merkt man:
Ich habe mein Leben nicht selbst gestaltet.
Ich habe nie das Leben gelebt, dass ICH Leben wollte.
Ich habe immer nur so gelebt, wie andere es von mir erwartet haben...
#Deutschaufsatz!
Aber das Leben ist kein Deutschaufsatz – es ist kein lineares Konstrukt mit festen Regeln. Narren des Zufalls! Geiles Buch übrigens – schauen Sie es sich unbedingt an!
Zurück zum Thema …
Das Leben ist ein Spiel – eine Einladung einen neuen Weg zu gehen. Genau deshalb ist es so wichtig, dass Kinder früh lernen, frei zu denken und nach ihren eigenen Regeln zu spielen, noch bevor die Welt ihnen erklärt, wie sie zu funktionieren haben.
Ausmalbücher als Werkzeug für freie Köpfe
„Und was hat das nun alles mit Malbüchern zu tun?“, fragen Sie sich.
Ich sehe das so: Viele denken bei Malbüchern zuerst einmal an Beschäftigungstherapie. Es steckt aber viel mehr darin! Viel, viel mehr.
Wenn ein Kind ausmalt, passieren unterbewusst Dinge, die man nicht sofort sehen kann:
- Kinder treffen eigene Entscheidungen
- Sie lernen aus ihren selbstgemachten Fehlern
- Kinder merken: „Ich kann etwas von Anfang bis Ende schaffen!“
- Mit den ARTALANTA Büchern fördern Kinder außerdem ihre Allgemeinbildung
Und genau das ist die Basis von Freiheit.
Es ist nicht das Motiv an sich.
Es ist auch nicht der Stift oder die Farbe.
Es ist der Prozess, den Kinder beim Malen durchlaufen.
Eltern als Wegbereiter: Sie sind das Fundament der Freiheit ihrer Kinder
Viele Eltern haben Angst, ihre Kinder könnten scheitern. Dass sie traurig werden, weil Sie mal eine Niederlage erlebt haben, oder dass sie Fehler machen und verletzt werden.
Aber das gehört dazu! Man muss ein paar mal Hinfallen, um resilient zu werden. Dickes Fell ist überlebensnotwendig!
Kinder sollen stolpern. Sie dürfen auch mal hinfallen … und auch scheitern! Sie müssen einfach mal verlieren – und dann lernen, wieder aufzustehen. Nur so gewinnt man.
Eltern, die Kreativität fördern, geben ihren Kindern das größte Geschenk überhaupt: Ein freies Leben.
Schlusswort
Wir haben nur dieses eine Leben – unsere Kinder auch.
Und während wir Erwachsenen manchmal Jahre brauchen, um aus alten Mustern auszubrechen, beginnen Kinder mit einem weißen Blatt Papier und einem Stift in der Hand. Sie als Elternteil entscheiden, wie dieses Blatt in seinen Anfängen beschrieben wird. Vielleicht liegt genau dort der erste Moment von Freiheit. Vielleicht ist genau das der Start eines Lebens, das nicht linear abläuft, sondern aufregend selbstbestimmt. Sie geben den Schubser – die Richtung bestimmt ihr Kind.
Und wenn ein kleiner Moment am Esstisch, mit einem Malbuch und ein paar Farben, dazu beitragen kann, dann lohnt sich jede einzelne Seite.
Lesen Sie hier, was unsere Malbücher so besonders macht.


