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Das Geheimnis eines glücklichen Lebens

Ich frage mich häufig, warum Menschen – und ich schließe mich da nicht aus – immer zuerst das Negative sehen!?

Liegt es an den Medien?

Jeden Tag berichten sie von all den Unglücken und Schreckenstaten auf der Welt. Raketen hier, Krieg da, Virus dort … aber wann haben Sie das letzte Mal eine positive Meldung aus den Nachrichten erhalten? Höchstens in der letzten Minute der Tagesschau:

„Ach übrigens, und Prinz Harry hat geheiratet!“ – Mehr als diese kurze Erwähnung kriegst du nicht.
Hätte Prinz Harry aber eine Affaire mit der Schwester seiner Ehefrau gehabt … ja dann wäre das sofort die erste Meldung in den 20-Uhr-Nachrichten, und in einem mindestens dreiseitenlangen Artikel, inklusive großem Aufmacher auf der Titelseite der New York Times breitgetreten worden.

Diese ganze Negativität hat enormen Einfluss auf unser Denken – aber wir können lernen, es anders zu machen. Anders zu denken und anders zu sein.

Stoppen Sie den Medienkonsum

… oder halten Sie ihn zumindest in moderatem Rahmen. Ich persönlich lese weder Zeitung noch schaue ich Nachrichten – und das aus tiefster Überzeugung.

„Aber du musst doch wissen, was in der Welt passiert!„, könnten Sie jetzt einwerfen.
„Nö, muss ich nicht.“

Die wichtigen Sachen kriegt man sowieso irgendwie mit. Entweder im Autoradio auf dem Weg zur Arbeit, oder irgendjemand spricht darüber – oder es laufen plötzlich alle mit Masken rum. Soll ja vorkommen. #WoIstMeinAluhut?

Natürlich sollte jeder eine gewisse Grundbildung und auch ein bisschen informiert darüber sein, was gerade so auf dem Planeten Erde passiert, aber ob der Geschäftsführer von Aldi mit seiner Schwester schläft oder der Kanzler nachts heimlich Gras raucht … das interessiert mich nun wirklich nicht.

Stellen Sie sich nur mal vor, man müsse sich den ganzen Tag über sowas Gedanken machen!? Da kann man ja nur schlechte Laune haben! Und ändern können Sie daran sowieso nichts – außer alle vier Jahre Ihr Kreuzchen machen.

Passen Sie sich an

Was Sie aber ändern können, ist Ihr Verhalten und Ihre Einstellung – und zwar in allen Belangen.

Erstens, Sie könnten es machen wie ich und einfach keine Nachrichten mehr lesen oder schauen. Das ist die radikalste Lösung. Sehr pragmatisch wie ich finde.
Ich kann allerdings sehr gut nachvollziehen, dass an diesem Punkt einige aufschreien werden, deshalb gibt es noch einen anderen, subtileren Weg, um nicht ständig mies gelaunt durch den Supermarkt zu trollen:

Ändern Sie Ihre Einstellung(!) – und zwar zu allem.

Negativität von Außen? Scheissegal! Suchen Sie das Positive. Alles hat was positives. Auch das gebrochene Bein. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Mag dieses positive nur ein Prozent von der Medaille sein – richten Sie Ihren Fokus auf genau dieses eine Prozent und Ihr ganzes Leben wird sich anders anfühlen.

Statt beim Abendessen über die deutschen Politiker zu schimpfen und Ihren Blutdruck ins Jenseits zu katapultieren, sprechen Sie lieber darüber, wie schön es ist, mit gebrochenem Bein auf der Couch zu sitzen, von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin bekocht zu werden und den ganzen Tag tolle Bücher zu lesen. Alles eine Frage der Perspektive!

Wir gestalten unser Umfeld

Und das beste an diesem Perspektivwechsel ist, dass sich auch Ihr Umfeld verändert. Entweder Sie verändern es, oder Sie verändern es.

Das ist ein kleines Wortspiel, und ich meine damit, dass aufgrund Ihrer optimistischen Lebensauffassung die Personen in Ihrem Umfeld ebenfalls Ihre Einstellung verändern können, oder – falls das nicht passiert – Sie Ihr gesamtes Umfeld ändern können, in eines, das besser zu Ihnen und Ihrer positiven Lebenseinstellung passt.

Das hat übrigens auch sehr großen Einfluss auf unsere Partnerschaft und Kindeserziehung.

Der Fokus entscheidet

Kennen Sie noch die Lästerschwestern aus der Schule? Typische Tratschtanten, immer fokussiert auf die schlechten Seiten der anderen.

Wenn in Ihrem Haushalt regelmäßig schlechte Stimmung aufgrund von Negativität im Umfeld herrscht, lernt Ihr Kind beziehungsweise Ihre Kinder, dass Negativität zum Alltag gehört.
Andersherum können Sie ihnen auch beibringen, immer das Positive zu sehen. Das wird einen enormen Einfluss auf ihre Entwicklung haben.

4:0-Klatsche beim Fußballspiel? Scheißegal! Beim Rückspiel machen wir es besser!
Zweiter Platz bei den Bundesjugendspielen? Egal! Nächstes Jahr neue Chance!
Fahrrad geklaut, weil nicht abgeschlossen? Ja, ist kacke, aber egal! Nächstes Mal Schloss dran machen! Zu Fuß gehen ist auch gesund. Hahaha. Ok, der ist echt mies – aber Sie verstehen, was ich meine.

Fazit

Dieser Artikel sollte ursprünglich die Überschrift „Anerkennung ist der Schlüssel für Wachstum“ bekommen. Darüber spreche ich dann nächste Woche, denn irgendwie ging das hier nun in eine ganz andere Richtung. Deshalb nur ein Satz zum Abschluss:

Im Endeffekt kommt es nicht darauf an, was wir haben oder was uns zustößt.
Es kommt nur darauf an, worauf wir unseren Fokus richten – und was wir dann daraus machen.

Und das können wir auch unseren Kindern lehren.

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